UN fordert Strafverfolgung von Pornhub-Mutterkonzern
Prof. Dr. Hans Müller ·
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UN-Sonderberichterstatterinnen fordern strafrechtliche Verfolgung von Pornhub-Mutterkonzern Aylo. Ein harter Schlag gegen die Erwachsenenbranche mit weitreichenden Folgen.
Die Vereinten Nationen machen ernst: Zwei UN-Sonderberichterstatterinnen fordern die strafrechtliche Verfolgung des Pornhub-Mutterkonzerns Aylo. Das klingt nach einem harten Schlag gegen die Erwachsenenbranche – und wirft viele Fragen auf.
### Was ist passiert?
Reem Alsalem und Ana Brian Nougrères, beide UN-Sonderberichterstatterinnen für Menschenrechte, veröffentlichten am Freitag eine gemeinsame Pressemitteilung. Darin fordern sie von den nationalen Regierungen nicht nur die Strafverfolgung von Aylo, sondern auch drastischere Maßnahmen. Ihr Ziel: Plattformen wie Pornhub für die Verbreitung von Inhalten verantwortlich zu machen, die Menschenrechte verletzen.
Die Kritik der UN-Expertinnen richtet sich vor allem gegen die mangelnde Kontrolle von Inhalten. Sie argumentieren, dass Plattformen wie Pornhub systematisch dazu beitragen, dass nicht einvernehmliche oder illegale Aufnahmen verbreitet werden. Das ist ein schwerer Vorwurf.
### Warum ist das bedeutsam?
Dieser Schritt der UN zeigt, wie sehr das Thema auf der internationalen Agenda steht. Es geht nicht mehr nur um einzelne Beschwerden, sondern um eine systemische Kritik an der gesamten Branche. Die Forderung nach Strafverfolgung ist ein deutliches Signal: Die Verantwortung liegt nicht nur bei den Nutzern, sondern auch bei den Unternehmen, die die Plattformen betreiben.
- Die UN-Sonderberichterstatterinnen sind unabhängige Experten, die Menschenrechtsverletzungen untersuchen.
- Ihre Empfehlungen haben politisches Gewicht, auch wenn sie nicht bindend sind.
- Der Fall zeigt, wie schwierig es ist, globale Plattformen mit nationalen Gesetzen zu regulieren.
### Was bedeutet das für die Branche?
Die Erwachsenenbranche steht unter Druck. Viele Plattformen haben bereits Maßnahmen ergriffen, um Inhalte besser zu moderieren. Aber reicht das? Die UN-Forderung könnte zu härteren Regulierungen führen – nicht nur in den USA, sondern auch in Europa. Deutschland hat mit dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) bereits einen Rahmen geschaffen, der Plattformen zur Löschung illegaler Inhalte verpflichtet.
Doch die Kritik geht tiefer. Es geht um die Frage, wie Plattformen mit Inhalten umgehen, die nicht illegal sind, aber trotzdem schaden können. Das ist ein schmaler Grat zwischen Meinungsfreiheit und Schutz vor Ausbeutung.
### Ein Zitat, das nachdenklich macht
> "Plattformen können nicht länger die Augen vor den Menschenrechtsverletzungen verschließen, die auf ihnen stattfinden." – Reem Alsalem, UN-Sonderberichterstatterin
Dieses Zitat bringt die Haltung der UN auf den Punkt. Es ist ein Appell an die Verantwortung der Unternehmen – und ein Weckruf für die gesamte Branche.
### Was können wir daraus lernen?
Für uns als Beziehungsberater und Sexualtherapeuten ist dieser Fall ein wichtiger Hinweis: Die Diskussion um Pornografie ist komplex. Es geht nicht um eine pauschale Verdammung, sondern um den Schutz von Menschenrechten. Wir sollten uns bewusst machen, dass hinter jedem Inhalt echte Menschen stehen – und dass deren Würde nicht verletzt werden darf.
Die Entwicklung zeigt auch, dass wir als Gesellschaft mehr über Medienkompetenz und ethische Sexualität sprechen müssen. Denn am Ende geht es nicht nur um Regulierung, sondern um eine Kultur des Respekts.
### Fazit
Die UN-Forderung ist ein Meilenstein in der Debatte um die Verantwortung von Plattformen. Ob sie zu tatsächlichen Strafverfolgungen führt, bleibt abzuwarten. Klar ist aber: Das Thema wird uns noch lange beschäftigen. Bleiben Sie informiert – und denken Sie kritisch über die Inhalte nach, die Sie konsumieren.